Ratgeber · Farbsystem

Farbcodes und Farbsysteme für Einlass­bänder

Der Sicherheitsdienst muss das Band aus der Entfernung lesen können, im Dunkeln, an einem Arm in Bewegung. Farbe schafft das besser als Text. Lassen Sie die Farbe sagen, wohin jemand darf, und den Text das bestätigen.

Farbsystem im Konfigurator anlegen

3 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 22. Oktober 2026

Eine Farbe, eine Frage

Jede Farbe beantwortet am Einlass genau eine Frage: Darf diese Person heute hier hinein? Lassen Sie dieselbe Farbe nie zwei Dinge bedeuten.

Die häufigsten Kategorien:

  • Tag: Freitag, Samstag, Sonntag.
  • Zone: Publikum, VIP, Backstage.
  • Rolle: Personal, Ordner, Presse, Künstler.
  • Alter: 16+ oder 18+ für den Ausschank.
CLUB NOIREINTRITT BEZAHLT
EINTRITT BEZAHLT | 12 neon green | schwarzer Druck
CLUB NOIRVIP
VIP | 19 black | Golddruck
CLUB NOIRPERSONAL
PERSONAL | 3 red | weißer Druck

Tage: jeden Tag eine andere Farbe

Geben Sie jedem Tag eine Farbe, die sich deutlich von der des Vortags unterscheidet, damit niemand die Bänder bei schlechtem Licht verwechselt. Schreiben Sie den Tag zusätzlich auf das Band.

Im Club funktioniert das Gleiche pro Abend. Wechseln Sie jeden Abend die Farbe, dann lassen sich die Bänder vom letzten Wochenende nicht wiederverwenden.

Bei Bändern aus Stoff bekommt jeder Tag eigene Farben und eine eigene zweite Zeile. Bei Vinyl wählen Sie aus 29 Bandfarben und drucken den Namen der Variante auf das Band.

Zonen und VIP

Bauen Sie die Zonen wie eine Treppe auf: Ein Band gibt Zutritt zu seiner Zone und allem darunter. VIP kommt in den Publikumsbereich, das Publikum nicht in den VIP-Bereich.

Gestalten Sie das VIP-Band so anders wie möglich als das Publikumsband. Dunkle Bandfarbe mit Golddruck gegen die Neonfarben des Publikums, oder Stoff gegen Vinyl, damit man den Unterschied sieht und fühlt.

Backstage und Künstler haben die kleinste Stückzahl und sollen am stärksten auffallen.

Wie Sie die Zonen aufbauen und was am Eingang in der Übersicht stehen sollte, steht im Ratgeber zu Zonen und Backstage.

Personal und Ordner

Das Personal arbeitet oft an allen Tagen. Geben Sie ihm eine eigene Farbe, die für die ganze Veranstaltung gilt und keiner Besucherfarbe ähnelt.

Schreiben Sie die Rolle auf das Band: PERSONAL, ORDNER, PRESSE. Das hilft Besuchern, die jemanden zum Fragen suchen, und dem Sicherheitsdienst, der nicht jeden kennt, der dazugehört.

Altersgrenzen und Ausschank

In Deutschland dürfen Bier, Wein und Sekt nicht an Jugendliche unter 16 Jahren abgegeben werden, Spirituosen und spirituosenhaltige Getränke nicht an unter 18-Jährige (§ 9 Jugendschutzgesetz). Ein 16+- oder 18+-Band, das nach der Ausweiskontrolle am Einlass angelegt wird, erleichtert die Arbeit an der Bar.

Das Band nimmt die Verantwortung nicht ab: Veranstalter und Gewerbetreibende müssen das Alter in Zweifelsfällen prüfen (§ 2 Abs. 2 JuSchG). In anderen Ländern gelten andere Grenzen, prüfen Sie also, was am Veranstaltungsort gilt.

Mehr zu 16+ und 18+ im Ratgeber zur Alterskennzeichnung.

Kontrast und Farbenblindheit

Die Rot-Grün-Sehschwäche ist die häufigste Form der Farbsehschwäche und bei Männern deutlich häufiger als bei Frauen. Lassen Sie deshalb Rot gegen Grün nie den einzigen Unterschied zwischen zwei Kategorien sein. Unterscheiden Sie sie zusätzlich über hell gegen dunkel und über Text.

Helle Farben und Neonfarben sind im Dunkeln besser zu sehen als dunkle. Heben Sie die dunklen Bänder für Kategorien auf, bei denen der Text die Arbeit macht, etwa VIP mit Golddruck.

Schreiben Sie das System auf

Erstellen Sie eine Farbübersicht auf einer Seite: Band, Farbe, Text und wohin das Band Zutritt gibt. Hängen Sie sie an jedem Einlass aus und gehen Sie sie vor dem Einlass mit dem gesamten Personal durch.

Der Korrekturabzug listet jede Variante mit Bandfarbe, Druckfarbe und Menge im Format des Herstellers auf, zum Beispiel PERSONAL | 3 RED (186C) - WHITE TEXT | PCS = 100. Er eignet sich als Grundlage für die Übersicht.

Fragen und Antworten

Welche Farbe sollte VIP haben?+

Einen Standard gibt es nicht. Wählen Sie die Farbe, die sich am stärksten von den Publikumsbändern unterscheidet, gern dunkel mit Gold- oder Silberdruck, oder ein anderes Material.

Wie viele Farben stehen zur Auswahl?+

Vinyl: 29 Bandfarben aus der Farbkarte des Herstellers und 10 Druckfarben. Stoff: jede Farbe, weil in Vollfarbe gedruckt wird. Mindestens 100 Stück pro Variante.

Sollte der Club jeden Abend die Farbe wechseln?+

Ja, wenn die Bänder vom Vorabend nicht noch einmal gelten sollen. Wechseln Sie zwischen Farben, die sich deutlich unterscheiden.

Kann das Band eine Altersgrenze zeigen?+

Ja, als eigene Variante, zum Beispiel 18+, die nach der Ausweiskontrolle angelegt wird. Wer ausschenkt, bleibt trotzdem dafür verantwortlich, das Alter zu prüfen.

Quellen